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HowTo: Günstiger Einstieg in die Makrofotografie

Mit viel erstaunen sieht man sich die Makrofotos der Profis an und fragt sich, ob das nicht auch etwas für einen selbst wäre. Wenn man mit der Materie allerdings noch nicht so vertraut ist, weiß man nicht, ob man so viel Geld für ein Makroobjektiv ausgeben soll, diese sind ja doch vergleichsweise teuer. Darum will ich euch einen günstigen Einstieg in die Makrofotografie zeigen, und zwar ohne sich gleich ein teures Makroobjektiv zu leisten.

Ich halte es auch nicht für sonderlich sinnvoll, sich Nahlinsen zu kaufen, denn je günstiger sie sind, desto schlechter wird natürlich auch die Bildqualität damit. Dann sind diese oft an bestimmte Filterdurchmesser gebunden und können so nicht mit dem gesamten Objektivpark benutzt werden. Somit ist die wohl günstigste Alternative, welche am wenigsten Qualitätseinbußen bringt und am flexibelsten ist, Zwischenringe(Canon/Nikon).

Anfangs ist wohl ein Balgengerät(Canon/Nikon) noch verlockender als Zwischenringe, für Anfänger würde ich aber vom Balgengerät abraten, da diese durch das mechanische Verstellen anstrengend zu bedienen sind und man schnell den Spaß daran verliert. Außerdem haben günstigere Balgengeräte den Nachteil, dass sie nach Weichmachern stinken (irgendwie muss ja der Balgen weich bleiben).

Bei den Zwischenringen(Canon/Nikon) würde ich nur Automatik-Ringe kaufen, welche die Objektiv-Informationen vom Objektiv an die Kamera weitergeben, da man so auch die Blende problemlos an der Kamera einstellen kann und eingeschränkt sogar den Autofokus benutzen kann.

Bei Canon gibt es diese Ringe auch Original vom Hersteller mit je 12mm und 25mm, allerdings sind sie sehr teuer. Dadurch, dass in den Ringen keine Optik ist oder sonst irgendein Element, sie also rein nur den Abstand zwischen Sensor und Objektiv vergrößern, beeinflussen weder die teuren noch die billigen Zwischenringe die Bildqualität.

Mithilfe dieser Zwischenringe verstellt man im Prinzip die Naheinstellgrenze der eigenen Linse, dadurch kann man viel näher an das Objekt herangehen und so auch größere Abbildungsmaßstäbe erreichen. Prinzipiell funktionieren die Zwischenringe an jedem Objektiv, allerdings muss man bedenken, dass Objektive natürlich nicht für diese Nähe, die man mit den Zwischenringen erreicht, optimiert sind. Darum nimmt man für die Makrofotografie mit Zwischenringen am besten eine Fixbrennweite, die ohne Zwischenringe schon eine sehr gute Abbildungsqualität liefert. Um hier im günstigen Preisrahmen für den Anfänger zu bleiben, empfehle ich das 50mm f/1.8, dieses bewegt sich bei Canon, sowie auch bei Nikon im Bereich von etwa 100 Euro. Generell ist diese Fixbrennweite quasi ein Must-have, da man bei diesem Preis nichts falsch machen kann. Natürlich erreicht man mit dem Kit-Objektiv auch schon sehr gute Ergebnisse.

Als Beispiel, dieses Bild ist mithilfe der Zwischenringe und einer 50mm f/1.8 Fixbrennweite entstanden:

Januar 2012